An dem nächsten morgen war ich dann in Rotorua und hoffte auf ein positives Gespräch im Kiwi Encounter um als Volunteer (Freiwilliger) hinter den Kulissen zu arbeiten und vielleicht auch mal ein Kiwi in den Händen zu halten oder zu streicheln. Die Managerin war sehr freundlich doch musste mich leider abweisen. Zu viele und am Donnerstag kommt auch schon wieder einer aus Amerika für 2 Monate – vielen Dank für das Angebot aber das nächste mal etwas früher probieren… Ja hm schade. Was mache ich denn Jetzt?
Ich entschloss mich die Coromandel Halbinsel in Angriff zu nehmen und wollte dort wieder Bekannte von Napier treffen. Natürlich wurde da nichts draus. Irgendwie dachte ich die Beiden wollen weiter nach norden fahren und habe sie dann anscheinend überholt. Während sich die zwei schon in Tauranga absetzten und den Strand mit schönem Meer genossen, fuhr ich schon unbewusst weiter. Am Ende hatte ich dann wieder Handyempfang – keine Selbstverständlichkeit – und telefonierte mit den Beiden. Da sie wohl etwas länger noch in Tauranga bleiben wollten entschloss ich so langsam die Coromandel Halbinsel alleine zu machen.
Auf dem Weg von Tauranga zu meinem Schlafplatz irgendwo an der Seite der Straße kam ich in einigen schönen Stränden und kleinen Städten vorbei. Einer der Städte ist Paunaui. Diese ist sehr schön auf einer Halbinsel und von Tairua recht gut zu bewundern. Nach Tairua kommt man dann an der Straße an den Twin Kauris vorbei. Einem sehr nahe beieinander stehendem Kauribaumpärchen. Kauribäume kommen nur in Neuseeland vor und sind wegen ihrer hohen Ausbeute an Holz von den Siedlern gefällt worden. Nur noch wenige Bäume sind geblieben. Die Bestände werden aber wieder aufgepäppelt. Der Älteste Baum ist 4000 Jahre alt geworden. Dagegen sind wir Menschen echt Nichts. Die Samen der Kauribäume brauchen Sonnenlicht und wärme. Bei einem sehr dichten Regenwald mit Fahnen und Bäumen sowie Sträuchern ist das nicht einfach. Doch wenn sie erstmal wachsen dann überragen sie den gewöhnlichen Regenwald. Mit einem dicken Stamm und einer Krone lohnte sich nicht nur der Holzertrag. Auch das „Blut“ der Bäume wurde für alles Mögliche verwendet und gesammelt. Dieses wurde rund um den Baum gesammelt und gewaschen. Danach verarbeitet. Wir kennen das getrocknete Blut des Baumes als Bernstein.
Dann ging es für mich noch bis zum Hot Water Beach. Der so oft erwähnte Hot Water Beach ist eine recht bekannte Attraktion in Neuseeland. Geschichten von Ständen, wo man sich Schaufeln ausleihen kann und Sprüchen wie: „erwarte nicht so viel“ ließen mich dann doch irgendwie erstaunen. Der Strand ist recht groß aber nur an einer ganz bestimmten Stelle kommt von unten das heiße Wasser herauf. Man Baut sich dann Becken, in die dann die Flut Wellen hereinspült, damit dass Wasser einem nicht den Hintern verbrennt. Aber auch kleine Becken näher zum Meer sind bau bar. Man baut dafür dann nur kleine Zuflüsse und lässt das Heiße Wasser in das Becken laufen. Das kleine Gebiet ist nur morgens und abends wirklich begehbar mittags rücken dann die Busse an. In der Nähe vom Hot Water Beacht etwas weiter nördlich geht es dann zur Cathedral Cove. Aber dort war ich dann erst Morgen.
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