So langsam bekomme ich wieder Heimweh… Weihnachten steht vor der Tür und die Weihnachtslieder laufen hier auch immer irgendwo mal wieder. Aber so richtige Weihnachtsstimmung mag bei mir nicht aufkommen. Ungewiss wo ich an Weihnachten sein werde und alles. Zudem fehlt mir meine Freundin! und einige selbstverständliche Dinge. Heimweh!!!
Gestern waren wir in der Nähe vom Mt. Cook. Was soll man dazu sagen? Es war einfach geil dort! Wir haben eine 3 stündige Wanderung zu einem See gemacht und man hatte klasse Blicke auf die Southern Alps und den Mt. Cook. Anschließend ging es dann Richtung Queenstown. Die Gegend war erneut abwechslungsreich – trocken bis saftig Grün…
Hier ein paar Bilder:
Die letzten Tage waren nicht sehr spektakulär. Nach der doch sehr abwechslungsreichen Reise von Fox bis nach Christchurch musste noch so einiges sacken und nach verarbeitet werden. Was habe ich gesehen und erlebt? was habe ich alles gemacht? Heute dagegen machte ich einen richtig ruhigen Tag. Ich blieb im Backpacker für lange Zeit, ging dann in die Library bis mein Tageslimit erfüllt war. Dann wieder in den Backpacker auf eine gemütliche Couch lesen und dösen. Nach wieder ein paar Stunden ging ich dann in den botanischen Garten. Mir gefällt diese Stadt immer mehr. Sie ist zwar auch voll mit Touristen am Tag, aber abends wenn der Cathedral Square beleuchtet wird oder die Sonne auf den botanischen Garten scheint, der Rosengarten blüht – ja, sehr, sehr schön hier. Vielleicht bin ich ja an Silvester wieder hier. Doch meinen krönenden Abschluss fand ich dann im Starbucks bei einem Weihnachtsspezial – Dark Cherry Mocha Grande mit extra Cream und Chocolate Powder und einem Britisch Chocolate Brownie. Bei Weihnachtsmusik und sonnigem Wetter genoss ich meine Zeit und vertrödelte noch die letzten Stunden bis Corina dann mit dem Bus ankam.
Ein Tipp vom mir: Wenn es bei euch jetzt so langsam kalt wird, es dennoch sonnig ist, dann nehmt euch mal ein paar Stunden Auszeit, geht raus in einen Park oder schöne Stadt wie Heidelberg und dann, wenn ihr durchgefroren seid, geht ihr in ein Starbucks und schaut nicht aufs Geld sondern gönnt euch das, was ihr haben wollt. Extra Cream? Ja klar. Schokoladenpulver? Als drauf!!! Nichts von wegen zu teuer oder andere ausreden. Dazu dann noch was Süßes (Brownie? Kuchen? Muffin?) Es wird euch gut tun!
Viele Grüße und genießt den kommenden Winter, er wird bestimmt toll!
Früh fuhr ich heute los nach Wanaka. Auf dem Weg dahin musste ich den Haast Pass noch beenden. Auch dieser Pass ist landschaftlich sehr reizvoll, bei gutem Wetter. Angekommen in Wanaka erschlägt mich wieder die Touristenmasse. Library hat auch kein kostenloses Internet und auch sonst ist die Stadt einfach sehr überfüllt. Jedoch schön gelegen am Lake Wanaka. Im Hintergrund die noch teils Schnee bedeckten Berge. Sehr schön. Jedoch ist alles auf Tourismus aus. So gibt es von Skydive bis Panzerfahren ziemlich viel (Schwachsinn).
Also die Flucht raus aus der Stadt und als weiter Richtung Dunedin. Dorthin führt, wenn man denn möchte eine alte Stillgelegte Bahngleise, die Otago Rail Road, welche nun zu Fuß, Fahrrad oder Pferd befahren (beritten) werden kann. Sie führt ca.150Km Von Clyde bis nach Middlemarch.
Aber anstatt den Weg zu fahren, entschloss ich mich Alexandra links liegen zu lassen und eine Herausforderung für mein Auto zu suchen. Ich fand eine 4wd Strecke – die Old Dunstan Road 2. Diese Straße geht sozusagen direkt von A nach B, wobei die alte Bahngleise einen großen Bogen um das sehr trockene Gebiet führt. Diese Strecke führt zufällig auch an einem Herr der Ringe (LOTR) Schauplatz vorbei. Ich weiß nur, dass sie an dem einen See gedreht haben aber genauer weiß ich das nicht. Ist mir eigentlich auch egal – denn die Landschaft ist wieder so abwechslungsreich. Die Strecke hatte es in sich und dem Auto musste ich öfter mal wieder eine Pause gönnen. Es ist warm geworden. Der Außentemperaturfühler zeigte 31°C an. Jedoch Landschaftlich wieder mal eine Abwechslung. Das sonst so grüne Neuseeland ist nun doch sehr trocken und es gedeiht hier so gut wie nichts. Nur Schafe finden hier noch etwas zu Essen. Letztendlich kam ich doch gut auf der anderen Seite an und fand einen ruhigen Schlafplatz. Jedoch blieb es nicht lange mit der Ruhe. Nachts begann dann ein heftiger Sturm mein Auto durch zu rütteln. Na dann gute Nacht…
An diesem See wurde ein Sück von Herr der Ringe gedreht:
Heute kam die Gletscherwanderung dran. Um 8:30 bekamen wir unsere Einführung und wurden zum Gletscher gefahren. Unser Guide war Dan. Ich glaube er war der bessere Guide. Er versuchte alles ein wenig witzig zu gestalten und erklärte uns sehr viel.
Nach der Gletschertour fuhr ich dann alleine zurück zum Franz Josef Gletscher. Dort ging ich dann in die Hot Glacier Pools. Diese sind recht teuer im Vergleich zu den Hanmer Springs, jedoch war sehr wenig los. Es kam mir ein wenig vor, als wäre es noch ein Geheimtipp. Zudem erschien es mir noch sehr neu. Das Personal war sehr freundlich und half bei Fragen.
Nachdem ich auch das gemacht hatte, fuhr ich noch kurz zum Franz Josef Gletscher hin und fuhr danach zum Haast Pass um so schnell wir möglich nach Wanaka zu kommen.
Der Fox Gletscher
Guide Dan:
18.11.2009 – Hokitika, Fox und Franz Josef Glacier
Für heute haben wir uns einen kleinen Walk ausgesucht. Mahinapua hieß der und bietet eine hohe Abwechslung. Anfangs war noch viel Sumpfland. Danach kam dann wieder Regenwald und zur Krönung dann noch eine Gegend, in der Eukalyptus Bäume wuchsen.
Nachdem wir den Weg irgendwie durchgerauscht sind und wir mal wieder weniger Zeit benötigt haben, als auf den Schilder angegeben war, fuhren wir zu den Gletschern. Die Mädels flogen dann mit dem Heli einen Rundflug über die Gletscher und wir beschlossen eine Gletscherwanderung auf dem Fox Gletscher am kommenden Morgen zu unternehmen.
Nachdem wir dann Fox erreichten, fuhren wir noch zu dem Mirror Lake. Die Berge hatten keine Wolken und es hätte ein tolles Bild geben können, wenn der seh nicht durch den Wind aufgeraut gewesen wäre. Normalerweise sieht man hier die Berge spiegelklar im Wasser und es entstehen richtig klasse Bilder.
Die Berge am Morgen:
Sumpfland:
Eukalyptusbäume:
Mirror Lake:
17.11.2009 – Hokitika
Unser nächster Halt war die Jadestadt Hokitika, in der man sich mit neuseeländischer und chinesischer Jade eindecken kann. Zudem erfährt man über die Legender der Maoris und ihrer Jade und die Herstellung des Schmucks. Sehr eindrucksvoll.
Nach einem Rundgang in der Stadt, entschieden wir uns noch zu einer Brücke (Hokitika George Swingbridge zu fahren. Die hatte es in sich – sie verlief über einen Blauen Fluss. Die blaue Färbung kommt durch die Gletscher und deren Rückstände, welche das blaue Licht reflektieren.
Danach besuchten wir noch den Dorothy Wasserfall.
16.11.2009 – Greymouth , Brunner Lakes
Heute waren wir in der Nähe von Greymouth bei den Ruinen einer Kohlemine und Verkoksungsanlage. Die Anlage verbrannte nach einem Minenunglück.
Danach sind wir dann zur Nelson Swing Bridge gefahren und haben dort einen kleinen Rundweg gemacht. Zuletzt fuhren wir dann zum Brunner Lake.
Nach der tollen Bass getränkten Nacht. Fuhren wir 3 dann zu den Pancake Rocks.
Erst Frühstücken, dann mal schaun wie weit die Flut schon ist und hoffen, dass das Blowhole schon aktiv ist. War es aber leider noch nicht und so gingen wir leicht vom Regen durchtränkt wieder zurück ans Auto. Aber um 10:20 gingen wir erneut hin und erblickten dann das gewaltige blow hole… - leider nicht wirklich so gewaltig – es enttäuschte sehr. Wir warteten bestimmt eine halbe Stunde im Regen, doch so richtig stark wie auf den Postkarten wurde es einfach nicht.
Zurück am Auto beschlossen wir dann, wegen des schlechten Wetters, nach Greymouth zu fahren. Also weiter Richtung Süden. Das Wetter wurde nicht wirklich besser doch gab es ein zwei regenfreie Momente, die wir noch kurz ausnutzen konnten, um die Innenstadt zu sehen, ins Isite (Infocenter) zugehen, den McDoof mal zu testen (sau teuer wie in Deutschland auch) und am Ende noch ein kleinen Lookout auf Greymouth zu haben, bevor eine große Regenfront auf Greymouth wieder zuraste, welche einen schönen Regenbogen erzeugte.
Der Gutschein ausm Isite für ein Beer und warmes Sandwich für nur 12 Bugs (denke das ist dennoch teuer) konnte man nur zum Lunch einlösen und so beschlossen wir halt im Supermarkt noch ein 12 Packen Bier zu kaufen. Einen Teil davon genossen wir dann im Auto bei Gitarrenmusik von Judith bis spät in die Nacht.
Nach meiner 2. Nacht im Auto geht es nun los, wieder nach Westport in die Stadt. Was für aufs Brot kaufen, Tanken und die Bücherei ansteuern, um wieder ins Internet zu gehen. Nachdem ich dann lange Zeit in der Bücherei verbracht hatte und plötzlich eine Feueralarmsirene anging, beschloss ich dann auch mein Kram zu packen und weiter zu den Pancake Rocks in Punakaiki zu fahren. Unterwegs sah ich noch einen Anhalter, den ich dann einfach mitnahm. Natürlich war es ein Deutscher, kurz nachm Abi und mit Ziel die Westküste runter zu trampen. Mit ihm war ich dann an den Pancakes und unterhielten uns anschließend noch ne kurze Weile in einem Backpacker, in dem er dann übernachtete.
Ich beschloss, da im Backpacker kein freies Bett mehr war, wieder in meinem Auto zu schlafen. Jedoch war es zum schlafen noch zu früh und so steuerte ich ein Parkplatz an, von dem einige Wanderwege losgehen. Dort traf ich dann auf Judith, die mit Julia reißt und wir freundeten uns an. Die Mädels schlafen auch im Auto und so konnte man dann zusammen ein Übernachtungsparkplatz suchen. Da die Beiden schon eine Nacht in der von Punakaiki waren, schliefen wir dann auf dem Parkplatz den die Beiden schon kannten. Leider jedoch gab es dort wohl eine Geburtstagsparty mit lauten Bässen, die bis morgens durchhämmerten.