Freitag, 11. Dezember 2009

11.12.2009 – Paragliding!!!


Also gestern (10.12) hatte ich meinen ersten Tag vom PG1. Dem ersten Paragliding Kurs.

Anfangs bin ich noch davon ausgegangen:
-         erstmal trockene Theorie,
-         danach leichte Praxis und Handhabung vom Glider und
-         zum Ende des Tages vielleicht sogar die ersten ein paar Zentimeter abheben

Kam aber ganz anders. Am Anfang ging es darum erstmal ein Gleiter einzupacken und auszupacken. Kurze Erklärung der Teile eines Gleiters und danach ging es schon an die erste Praxis. Gleiter richtig auslegen, überprüfen ob die Schnüre nicht verknotet sind und dann die ersten Schritte mit einem Gleiter. Also man macht am Anfang große Schritte – dabei richtet sich der Gleiter auf wenn er dann oben ist ging es darum, dass er sich nicht wieder zu Boden sinken lässt oder dass er dich überholt. Gar nicht so einfach – schnell rennen, ducken, aufrichten, Brakes nutzen, sich vom Gleiter führen lassen – später sogar dann den Gleiter gegensteuern und umlenken. Nachdem das dann ein paar mal trainiert wurde ging es sofort auf den Mt. Pain (Mount Schmerz!). Von dort sollten wir dann einfach das Selbe machen wir auf dem übungshügel… - einfach so!!!! Der Hill ist sozusagen eigentlich die Stufe 3. Der Übungshügel ist Stufe 1. und Stufe 2. ist der Mt. Smiley. Dementsprechend sind sie auch in der Neigung und Höhe.  Also gut Mt. Pain auf 1/3 Höhe – große Schritte dann rennen und wenn sie sagt „release“ die normalen Gleiterschnüre loslassen und nur noch die Brakes in der Hand halten.
Wir sind zu 3. die auf dem Selben Level sind. Die beiden anderen hatten zwar mehr Theorie aber sonst auch keine Praxiserfahrung. – Der erste geht los – erster Flug so 5? Meter hoch perfekte Landung. Der zweite Geht los und das Selbe – alles ein wenig wackelig aber hey immerhin! So dann war ich an der Reihe. Jedoch kam kein anständiger Wind, woraufhin die Lehrerin Lisa meinte wir gehen höher – dann ist es besser mit wind am Anfang, ob ich denn was dagegen hätte? – Äh - nene schon gut! Also ging es höher. Ich war schon komplett Flugfertig und Lisa zog dann meinen Gleiter als weiter den Berg rauf…
Bis es dann hieß – Ok Christian! You know – the same like the Traininghill. Big stepps – run, run, run – lean forward – and when I say release, only get the brakes and let the other things go! – Joar ist klar, ne?
Also große Schritte, den Gleiter hochbringen, danach nach vorne lehnen und rennen und wenn sie durch das Radio sagt “Release” wieder den Gleiter loslassen und nur die Brakes in der Hand haben und leicht bremsen, danach langsam mit dem Händen nach oben Steigen.
Now go – big Stepps….. und das tat ich – und ich bin geflogen YEAH - SO GEIL!!!!!!
Ich bin gerannt und dann „gruschel – release „ und dann ging es auch schon in einer Sekunde danach in die Luft. Boah so geil!! Echt toll. Danach kam noch ein 2 Flug der genauso toll war.

Ich kürze das ganze jetzt ab – es war echt einfach richtig toll und boah so geil!!!

Auf meiner Fahrt nach Queenstown wurde ich dann sogar noch von der Polizei angehalten und ich sollte in ein Gerät reinsprechen. Dabei wurde mein Alkohol getestet. Jedoch ohne Papiere zu checken – sondern echt einfach so als Straßenblockade und jeder der vorbeifährt wird zum Sprechen verdonnert. Eine tolle Sache. Denn die Jugend darf hier ab 15 erste Autofahrversuche machen und die Kinder bekommen ihr Führerschein ziemlich früh. Da Neuseeland aber nicht so viel zu bieten hat in der Freizeit oder naja wie soll man sagen, die Jugend halt nichts besseres zu tun hat, beginnen viele zu Saufen und Kiffen. Danach geht es dann mit dem Auto weiter… - es gibt sehr viele Tote oder Schwer Verletzte auf Neuseelands Straßen und davon sind sehr viele Junge Menschen. Zudem gibt es auch angeblich recht viele Junge Familien - frühes Kinderkriegen.

So heute ging es dann gleich wieder rauf auf den Mt. Pain. Diesmal von ganz oben gestaffelt, so dass wir alle Unseren Glider startbereit machen konnten und alle schneller starten können, wenn der perfekte Wind da ist. Mein erster Flug war so geil – nicht viel nachdenken einfach machen. Runter und dann ging es shcon nach ein paar Meter in die Höhe. Die Brakes schön auf Augenhöhe halten und dann geht’s auch schön schnell und weit… - richtig weit diesmal auf den Bild unten, wo der Mt. Pain von oben nach unten fotografiert ist, sieht man einen kleinen grünen Strich – ein Graben gefüllt mit Wasser Sumpfland – bis dahin bin ich geflogen mit überrennen des Grabens… Das war wieder so Toll – echt boahr - unbeschreiblich einfach! Der Flug ging erst geradeaus und danach bin ich dann in eine leichte Rechtskurve geflogen.
Mein 2. Flug war dann der Crash. Ich hatte total vergessen die Brakes nach dem Release zu senken und so überholte mich der Gleiter – der Gleiter ist generell schneller als man selbst – und so zog er mich dann den hill runter bis er dann zum stehen kam. Dabei riss er mich dann einige Meter nach unten und ich bremste erst noch mit dem Arsch und wurde dann aber mit der Wucht und dem Gefälle auf meine Vorderseite geworfen und bremste dann mit der Brust und den Armen. Naja – nichts passiert – nur ein paar Schrammen und blaue Flecken aber sonst okay. Danach hieß es Fehler anhören, davon lernen und noch mal Fliegen.
Mein zweiter Flug hatte dann zuviel Brakes und so musste ich mehr und länger rennen. Endete aber mit einem Flug. Der darauf folgende Flug war dann wieder perfekt. Zuerst ging ich dann ein wenig zu langsam mit den Brakes nach oben und so bin ich dann leicht gestiegen. Nachdem ich dann aber wieder die Brakes auf Augenhöhe hatte, konnte ich dann schnell und weit fliegen. Nachmittags ging es dann Für nur einen Start auf den Mt. Smiley. Einfach um weitere Praxis zu bekommen aber dabei nicht immer den Hügel runter zu fliegen. Auf dem Hügel geht es eher um den Start, nur leicht in die Luft zu kommen und dann die Landung. Somit einfach üben üben üben… Jedoch kam dann der Regen und der Tag war beendet. Wir waren irgendwie ALLE müde und so machten wir auch keine Theorie, was mir sehr gelegen kam. Wir schauten uns ein Paragliding Video an und machten dann nur noch etwas Papierkram und schon sitze ich nach einer warmen Dusche hier im Starbucks und schreibe meine Erlebnisse.

Fliegen macht echt Spass. Lisa meinte, dass sie mich sogar ein Highflight machen lassen will. Das ginge dann von dem Coronet Peak los und bis zum Flight Park. Alleine nur mit Radio und Bodenanweisung und dann so geschätzte 1000 Meter hoch. Ja etwas Bammel habe ich davor! Aber noch ist das Wetter für morgen eher schlecht angekündigt und so gibt es morgen dann die Theorie und vielleicht ein paar Praxisgrundtrainings Übungen.
Nun denn – auf gute Winde!

Das ist der Trainingshill. Naja eigentlich kein wirklicher Hügel einfach halt ein seichter Abfall:


Das ist Mt. Smiley. Kann man nicht so gut sehen...
 
Mt. Pain - schon nicht ganz so klein oder?
 
Vor dem Crash:
 
Nach dem Crash...
 
Lift off:
 
Ich in der Luft:
 
Das ist nochmal Coronet Peak - links unten seht ihr die Startplattform für die Paragliding Flüge - werde ich dort demnächst auch stehen und starten?

 




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