Freitag, 13. November 2009

13.11.2009 - Hanmer Springs und Westport


Die 1. Nacht in meinem Auto war ziemlich lang. Zwar bin ich früh eingeschlafen doch ständig wieder aufgewacht. Es ist doch unbequemer als ich gedacht hätte. Nachdem ich dann die eine oder andere Fußmatte als Unterlage genommen hatte konnte ich die nächsten 1 bis 2h weiter schlafen. So kam dann am Ende solide 12h Schlaf zusammen und damit kann man ja wohl zufrieden sein. Achja es kann nachts noch ganz schön kalt werden! Aber morgens mache ich dann immer die Klimaanlage an damit ich es warm im Auto habe wenn ich frühstücke.

Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat und auch am Morgen einfach nicht aufhören wollte, entschloss ich anstatt den Track zum Lake zu laufen, weiter nach Hanmer Springs zu fahren. Auf dem Weg dahin blickte immer mal wieder durch die Wolken durch und sah atemberaubende Berge mit weißen Schneekuppen. Es hatte also nachts auf den höheren Regionen geschneit. Auf halber Strecke kam dann auch mal die Sonne raus und ließ mich das schöne Tal im Lewis Pass erblicken – und fotografieren.

Hanmer Springs ist bekannt durch ein Kurbad mit heißen Quellen und Schwefel. Das nahm die Stadt (damals wohl noch Dorf) zum Anlass eine riesige Touristenhochburg zu bauen und die Hauptstraße mit teils teuren Geschäften und Freizeitaktivitäten zu zupflastern. Nachdem ich die Stadt dann erkundigt hatte und feststellen musste, das nur EIN Kurbad die heißen Quellen betreibt und dieses einfach hoffnungslos überfüllt war, verging mir irgendwie die Lust die min. 14$ für das Bad in einem viel zu vollen Schwefelpool zu bezahlen. Vielleicht komme ich während der Woche noch mal. Aber nicht Freitags bis Sonntags.
Nun war die Frage wie fahre ich weiter. Nach Christchurch? Ein Backpacker anlaufen? In die Stadt, wo ich ja eigentlich schon gesehen habe? Wo man bei schlechtem Wetter sich ein Pub sucht, weil Christchurch sonst nichts zu bieten hat? Nee muss nicht sein. Also doch meinen Plan von der Erkundung der Westcoast durchsetzen und hoffen, dass das Wetter besser ist.
Man braucht ja nicht so lange von der einen Küste zur anderen hier in Neuseeland und wenn an der Westcoast schlechtes Wetter ist – dann fährt man halt an die Eastcoast, da kann es nämlich dann richtig schön sein.
Nächstes Reiseziel Westport an der Westcoast. Die Fahrt dahin war unspektakulär – Regen und Nieselregen bestimmten das Wetter und der Lewis Pass zeigte nichts von seinem Glanz. In Westport angekommen erblickte ich dann eine kleine Stadt, mit allem drum und dran. Aber außer viel zu teuren Sprit und die vielen Geschäfte gibt es hier einfach nicht viel zu sehen. Also noch ganz schnell in die Bank of New Zealand mein Internet Banking Koordinaten abholen, die ich in Takaka bestellt habe und nach Westport senden ließ und dann noch 10min in die schon eigentlich geschlossene Library.
Nachdem fuhr ich dann ein bissel durch die Stadt. Aber ich fand einfach nichts, was mir wirklich gefiel, bzw. schaute ich auch erfolglos nach einem Backpacker, entschloss ich mich mit dem bisschen Tankfüllung weiter zum Cape Foulwind zu fahren und mir irgendwo ein ruhigen Parkplatz für die Nacht zu suchen. Kaum ist man wieder aus so einer Stadt draußen, so wird es auch erheblich ruhiger. Am Cape Foulwind gibt es ein Parkplatz mit öffentlichem WC, auf dem kein „no camping or overnightstaying“- Schild steht. Nachdem ich dann den Leuchtturm betrachtet hatte, ging es entlang der Küste zu der seal collony. Glücklicherweise schliefen auch einige Seehunde auf den Felsen, so dass mein Ausflug kein Reinfall war. Nachdem die Sonne dann im Meer verschwand, blieben ein Wohnwagen und ein Van auf dem Parkplatz übrig, die auch die Nacht kostengünstig verbringen wollten.
Na dann gute Nacht und für euch guten Morgen.

 

 
 
 
 
Westport:
 
 
Cape Foulwind
 
 
 
See the seal?
 
 
 



1 Kommentar:

  1. Super tolle Landschaftsbilder, aber wie wäre es mal mit einem Bild von deinem Auto ? Wir sind schon richtig neugierig darauf. LG Mum

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