Heute viel mir das Laufen leichter und wir kamen gut vorran bis zu unserer ersten Low tide Flussüberquerung. Hier mussten wir noch ein paar stunden warten, bis die Tide den Fluss etwas verkleinerte. An diesem Strand zeigte sich uns aber wieder die Natur. 2 Musselpicker griffen eine große Ente an, welche sich ständig zur Wehr setzen musste.
Eine kleines Entenkücken lief alleine am Strand herum – ob es alleine überleben kann? Ein kleines Robbenbaby blieb am Strand liegen und sonnte sich. Keine Ahnung wo der Rest der Kolonie war…
Ich fand, dass die Natur sich uns hier einfach richtig natürlich zeigte. Nicht irgendwelche Hunde die ner Katze mal hinterher bellen oder so was, was man bei uns mitbekommt. Sondern hier ging es auch wirklich um Leben oder Sterben. Ist es nicht schön zu sehen, wenn die Natur trotz ihrer Brutalität hier noch so richtig intakt ist?
Nach dem die ersten Paare den Fluss durchquert hatten, beschlossen wir, den noch knietiefen Fluss zu durchqueren. Nun ging es weiter zur Awaroa Hut. Hier gibt es sogar in einiger Entfernung ein Flugplatz, ein Cafe und eine Lodge. Ebenso kann man im Sommer auch was Essen. Von diesem kleinen Dörfchen musste man dann jedoch noch mal einiges am Strand entlang laufen, bis man zu unserer Unterkunft kam. Der Strand hatte es in sich. Wären wir einfach durch den kleinen Fluss der noch zwischen uns lag durchgelaufen wären die Schuhe und Socken eisig nass geworden. So entschlossen wir uns die Schuhe auszuziehen und barfuss zu laufen. Keine gute Entscheidung! Der Sand war grobkörnig und über und über mit Muscheln zersetzt. Es tat weh und es war ein längerer Weg als vermutet. Ein Schild wies uns dann darauf hin, dass wir noch 17 Minuten um die Landzunge herum laufen müssen. Ärgerlich, schmerzlich Verwundet kamen wir dann jedoch doch noch bei unserer letzten Unterkunft an. Hier unterhielten wir uns noch mit 2 Dänen und einem Österreichischem Couple bis dann auch das MauMau Kartenspiel zu öde wurde und wir früh ins Bett gingen.
Schließlich mussten wir die Low tide um 6 Uhr morgens erwischen, um so unsere Hoffnung ohne Schuhe ausziehen an die andere Seite zu gelangen.
Die Bilder des 3. Tages findet ihr hier – viel Spaß:









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