Ein Sonntag, ein schöner Sonntag…. Ein soooo sonniger Sonntag?
Den muss man einfach genießen. Kurz entschlossen habe ich heute meinen freien Tag vorverlegt - auf heute Sonntag den 25.10. Warum? Weil einfach ein sonniger Tag ist und auch auch bleiben soll UND weil Petra heute nach Collingwood fahren wollte. Nach kurzer Umplanung fuhren wir heute zusammen nach Collingwood und dann weiter zum Farewell Split.
In Collingwood gibt es eine Quilt Ausstellung und es ist zur Zeit auch Labour Weekennd.
An diesem Wochenende reisen zudem recht viele Kiwis und somit ist es „voll in der Bay“.
Auch Collingwood war voll! Es waren vielleicht 25 Leute in der „Stadt“. Echt witzig. Es ist einfach kaum was los hier und wenn mal ein paar Leute auf den kleinen Straßen sind nennen sie das „voll“!
Collingwood liegt auch in der Bay und direkt am Meer. Zudem auch an einem schönen Flussarm, welcher schön zum Kayakfahren ist. Zumindest zum langsamen Fahren.
Ansonsten gibt’s 2 kleine Geschäfte eine Post, Backpackerunterkünfte und ein Campingplatz.
Es ist sehr ruhig. Im Winter angeblich totenstill, windig und auch sehr eisig.
Windig war es heute auch, dazu aber später mehr. In Collingwood wollten wir uns dann erstmal die Quiltausstellung anschauen. Quilts sind – wie soll ich sagen?
Wikipedia kann es einfach besser: „Ein Quilt (engl. quilt „Steppdecke“, „steppen“) ist eine vielseitig verwendbare Decke, die aus mindestens zwei, in der Regel aus drei Lagen besteht.“
Diese Quilts sind hier jedoch richtig schön mit alten Stoffresten, alten Jeans oder gehäkelten Decken verziert und so entstehen schöne Muster. Seht es euch am besten selbst an.
Hier in Collingwood ist der zur Zeit größte Quilt den es gibt mit einer Höhe von 6 Meter und einer Breite von 3 Meter. Die Künstlerin, war sogar anwesend und hat an einem neuen Quilt gearbeitet. Sie war sehr net und kam richtig auf einen zu.
Zugegeben, ich bin nicht alt genug dazu, um so was wirklich faszinierend zu finden oder es sogar nachmachen zu wollen, aber es waren recht schöne Objekte zu finden. Zudem muss ich den Alterschnitt deutlich gesenkt haben. Das ist hier aber wohl auch so was wie Kultur und Handwerkskunst. Davon gibt es hier in der Bay übrigens sehr viel! Also Schüsseln, Schmuck und so was – es gibt unglaublich viele mini Galerien!
Zudem wird hier auch noch viel selbst gemacht. Vor allem auf der Farm auf der ich zurzeit WWOOFe. Hier gibt’s selbst gemachtes Brot, Kuchen, manchmal Frischkäse. Sie haben hier Hühner und Schafe. Es wird hier selbst geschlachtet, zerlegt und dann Teile eingefroren, zudem wird auch viel angebaut. Habe ich aber glaube schon erwähnt.
Nun weiter in Collingwood. Nach der Ausstellung – übrigens stand dieser geile alte Mini davor:
- lud mich dann Petra auf ein Eis ein. Ich kann gar nicht mehr sagen welche Sorte ich hatte.
Golden ‚irgendwas’. Es war jedenfalls fruchtig und mit so Schokostückeknusperstücken.
Am Strand entlang ging es dann weiter zu einer älteren Dame, die handgemachte Schokolade verkauft. Es ist nicht direkt Schokolade sondern eher große Pralinen. Ich habe sie nicht ganz verstanden und habe die Melting Chocolate genommen. Ich hatte auf mehr Schokolade gehofft, wurde jedoch ein wenig enttäuscht, da es nur Shortbread mit einer Kokusfüllung umhüllt von Schokolade war. War dennoch sehr sehr köstlich und wie sie schon sagte – ein altes Rezept ihrer Großmutter…
Die Dame muss in Neuseeland einen guten Ruf haben und inzwischen auch mehrere kleine Läden wo es verkauft wird.
Nun ging es weiter Richtung Farewell Split. Dies ist eine Landzunge die weit ins Meer hineinreicht. Am Ende befindet sich dann ein Leuchtturm. Jedoch darf man soweit nicht herausfahren und nur kostenpflichtige Touren befahren den Split bis zum Ende…
Petra hat sich dann im Cafe niedergelassen und ich bin alleine los, den Farewell Split erkunden. 3 Stunden zeit hatte ich. Also lief ich los. Es ging am Meer entlang und hätte dann später über Sanddünen auf die andere Meeresseite führen sollen. Anschließend sollte es dann auf der nördlichen Seite am Meer zurück Richtung saftige Grashügel gehen. Ich schreibe im Konjunktiv weil es bei mir mal wieder anders lief.
Ich lief als weiter geradeaus, bis ich durch ein Schild aufmerksam gemacht wurde, dass man einfach nicht mehr weiter darf und es nun rüber auf die Nordseite geht.
Also gut – auf durch die Sanddünen!!! Denkste – zwischen den Sanddünen gab es dann noch ein paar Tümpel die es zu umgehen galt. Es war sehr sehr anstrengend aber wunderschön. Nun kommt aber noch der Wind dazu… Der Wind blies mir auf dem nördlichen Rückweg den Sand an die Beine und teilweise auch bis hoch ins Gesicht. Ich wurde regelrecht mit Sand abgeschmirgelt. Hat ja auch was oder? Der Sandsturm blies frontal…
Ich glaube die Bilder wo ich durchgewandert bin, beschreibt nun mein sandiges Erlebnis besser als meine Worte.
Deswegen hier die Bilder:
Zum Ende des schönen Sandstrandes/ Sandwüste sollte es über die saftig grünen Hügel zurückgehen… denkste!!! Ich habe diesen blöden Rückweg nicht gefunden und weit und breit auch kein Tourist oder Einheimischer! Oder doch? Ein Jogger! Schnell unterwegs und rennt… so ca. einen halben bis ganzen Kilometer von mir entfernt. Mein Gedanke: ihm folgen.
Dies war eigentlich ein guter Gedanke, jedoch konnte ich seinen Weg einfach nicht finden. Die Sanddünen endeten abrupt und was übrig blieb war entweder sumpfiges Gebiet oder stachlige grüne hüfthohe Pflanzen. So ein Mist! Verzweifelt ging ich nun den weg wieder zurück den ich gekommen war… Zeitdruck!... nicht mehr lang bis ich am Cafe sein wollte.
Nach einigen 100 Metern sah ich dann auf einer Sanddüne Fußstapfen – Bingo!
Denkste! War wieder ein Reinfall ich bin dann diese Düne hoch und überall war Gestrüpp. Pieksendes Gestrüpp… aber irgendwie müssen hier die Menschen ja durchgegangen sein.
Und dann sah ich die vielen verschachtelten Trampelpfade. Ich glaube ich bin jeden gefolgt und habe mich so nach und nach nach Süden durchgekämpft bis ich dann vor einem kleinem Regenwald stand, den ich dann einfach durchquert habe. Einfach gerade durch alle Sträucher Bäume und Palmen bis ich dann endlich wieder am südlichen Strand herraus kam.
Viertel vor 5! Dies war gerade noch genug zeit zurück zum Cafe zu laufen. Ich habe es dann mit nur 5 Minuten Verspätung On time geschafft.
Was ne Anstrengung. Ich habe immer noch total verkratzte Beine und Sand in den Schuhen – aber der Ausflug war es echt wert.















Bring mir bitte das Auto mit!!!
AntwortenLöschentut mir leid aber das ist mein MINI!!!
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